Bei der Bewertung der klinischen Befunde ist eine Zusammenarbeit mit einem Tierarzt sehr erstrebenswert und oft entscheidend für die Effizienz der geplanten physiotherapeutischen Maßnahmen.
Das gilt im Besonderen vor allem für Pferde oder Hunde, die im Sport eingesetzt werden.
Therapeutische Werkzeuge
Weitere Maßnahmen, die dem Tierphysiotherapeuten zu Verfügung stehen, sind im Bereich der physikalischen Maßnahmen angesiedelt.
Die Palette ist sehr groß und reicht von der Anwendung von Wärme, Kälte, Licht, Elektro, über Ultraschall, der Peloidtherapie (Moor, Heilerde etc.) bis hin zum Einsatz der Stoßwellen- und Lasertherapie oder des Unterwasserlaufbands.
Methodenvielfalt
Die ATM bemüht sich, noch viele weitere physikalische Methoden in ihrer Ausbildung zum Tierphysiotherapeuten vorzustellen, um diese gezielt in der Praxis einzusetzen.
Die Vielfalt der unterschiedlichen Therapieformen ist in der tierphysiotherapeutischen Praxis von großer Bedeutung, da die Tiere häufig, zumindest zu Beginn der Therapie, keinen hohen Grad an Compliance, also Kooperationsbereitschaft, zeigen.
Daher sind bei der Behandlung von Tieren deutlich mehr unterschiedliche Techniken, die zur Anwendung kommen können, nötig, als in der Humanphysiotherapie, bei der der Patient eine gewisse Einsicht in die Therapieverfahren und die Notwendigkeit der Therapie zeigt.